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Die Reinigung der Uhren ist ein wichtiges Kapitel in der Uhrmacherei. Das Hauptproblem ist dabei die restlose Entfernung der meistens verharzten Öle und Fette von den Uhrenteilen. Im folgenden wollen wir einen kurzen Überblick über die klassischen Reiniungsmittel in der Uhrmacherei geben. Diese Reinigungsmittel finden auch noch heutzutage gelegentlich ihre Anwendung. Da die meisten dieser Reinigungsmittel giftig sind ist beim Umgang mit ihnen immer Vorsicht geboten. Alkohol Alkohol wird hauptsächlich zum Nachspülen und zur Wasserverdrängung nach der Uhrenreinigung in Seifenlauge verwendet. Achtung er löst Schellack auf, ist brennbar und je nach verwendetem Alkohol giftig. Äther Äther kann dünne Öle auflösen. Er ist jedoch nicht geeignet für verharzte Öle und Fette. Durch die hohe Verdunstungskälte entsteht durch die mögliche Bildung von Haarrissen Rostgefahr. Äther ist leicht entflammbar, giftig und wirkt betäubend (nur in gut belüfteten Räumen verwenden). Äther wird kaum noch in der Uhrmacherei angewendet. Äther wurde hauptsächlich zur Reinigung von Spiralfedern verwendet. Benzol Benzol kann Öle, Fette und Harze auflösen. Es ist leicht entflammbar und seine Dämpfe sind leicht giftig. Leichtbenzin Leichtbenzin kann Mineralöle gut auflösen. Bei tierischen und synthetischen Ölen ist seine Reinigungsfähigkeit gering. Leichtbenzin hinterläßt einen leichten Fetthauch. Es ist leicht entflammbar und etwas giftig. Petroleum Petroleum löst dicke Öle und Fette auf und hat auch eine rostlösende Wirkung. Petroleum wird für die grobe Reinigung (z.B. von Turmuhren) verwendet. Bei der Verwendung von Petroleum zur Uhrenreinigung ist eine Nachreinigung mit Benzin erforderlich. Petroleum ist brennbar. Salmiakgeist Salmiakgeist kann verharzte Öle und Fette auflösen, darüberhinaus löst er Oxyde bei Kupferlegierungen auf. Rein verwendete Metalle werden von Salmiakgeist angegriffen. Er wird zusammen mit Seifenlaugen verwendet. Salmiakgeist ist nicht brennbar aber giftig. Seifenlaugen Seifenlaugen sind durch die entstehende Verseifung oder Emulgierung fett und harzlösend. Bei der Verwendung von Seifenlauge zur Uhrenreinigung ist ein Nachspülen mit Wasser und ein anschließend gründliches Trocknen notwendig. Seifenlaugen sind nicht brennbar aber giftig. Spiritus Spiritus kann Fette auflösen. Er ist aufgrund seiner wasserverdrängenden Eigenschaft gut für die Nachreinigung geeignet. Spiritus löst Schellack auf, ist brennbar und etwas giftig. Toluol: Toluol kann besser als Benzol Öle, Fette und Harze auflösen. Toluol ist entflammbar und giftig. Trichloräthylen Trichloräthylen kann sehr gut alle Öle und Fette auflösen. Trichloräthylen darf nicht zusammen mit Wasser verwendet werden, da sonst eine Zersetzung unter Bildung von Salzsäure eintritt. Achtung Trichloräthylen ist sehr giftig. Waschbenzin Waschbenzin ist für die Grobreinigung von Uhren brauchbar. Es ist leicht entflammbar und giftig. Xylol Xylol kann fast alle Fette und Harze auflösen. Es ist leicht entflammbar und giftig. Heutzutage werden in der Uhrmacherei fast ausschließlich immer Spezialreinigungsmittel verschiedener Hersteller verwendet. Dabei ist immer ein Nachspülen notwendig. Die Hersteller bieten dafür speziell auf das Reinigungsmittel abgestimmte Spüllösungen an. | |||||